Verbandsstruktur



Die gemeinsame Interessenvertretung
Ein Berufsverband stellt sich vor


Der Bund Deutscher Rechtspfleger e.V. ist ein spezifischer Fachverband für Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger und er vertritt über die Bundesleitung und das Bundespräsidium auf Bundesebene sowie über seine Mitgliedsverbände auf Landesebene deren Interessen in allen fachlichen, justizpolitischen und besoldungsrechtlichen Belangen.

Der Bund Deutscher Rechtspfleger Berlin e.V. ist Mitglied im Bundesverband und damit die Interessenvertretung aller im Kammergerichtsbezirk tätigen Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger.

Dabei wird eine kostengünstige und basisnahe Interessenvertretung geboten durch seine ausschließlich ehrenamtlich tätigen Vertreter, die sich aus dem Kreis der Mitglieder für eine derartige Arbeit zur Verfügung stellen und von den Mitgliedern auf der Jahreshauptversammlung für vier Jahre gewählt werden.

Der Bund Deutscher Rechtspfleger ist für Vertreter der Politik, der Ministerien und der Justizverwaltung der wichtigste Ansprechpartner in allen Fragen und Problemen der Rechtspfleger, z.B. Stellenzuweisungen, Pensenschlüssel, Besoldungsstruktur u.ä.
Hierbei stellt er u.a. auch die Position und die Probleme der Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger durch eigene Veröffentlichungen und durch Weitergabe von Informationen an die regionale und überregionale Presse dar.

Der Bund Deutscher Rechtspfleger beteiligt sich an der Fortentwicklung des Berufsbildes durch eigene Initiativen und durch Stellungnahmen zu Gesetzesvorhaben.

Der Bund Deutscher Rechtspfleger bietet seinen Mitgliedern ein Forum für Diskussionen zu Gesetzesvorhaben in Rechtspflegerfachbereichen, in beamtenrechtlichen und laufbahnrechtlichen Fragen und zum Austausch praktischer Erfahrungen mit neuen Gesetzen und Bestimmungen in seinen Mitglieder- und Delegiertenversammlungen.

Der BDR Berlin kann seinen Mitgliedern - über die Zugehörigkeit zum Deutschen Beamtenbund - mit der Gewährung von Rechtsschutz in dienstrechtlichen Angelegenheiten zur Seite stehen.
Der BDR (Bund) führt als einziger Berufsverband Fachtagungen zu aktuellen rechtspflegerspezifischen Themenbereichen durch und bietet seinen Mitgliedern daher berufsbezogene Weiterbildungsmöglichkeiten. Er bietet durch Studienfahrten auch in benachbarte europäische Länder, z. B. Frankreich und Österreich, die Möglichkeit zum Vergleich unterschiedlicher Rechtssysteme und zum Erfahrungsaustausch mit Kollegen.

Der BDR Berlin bietet für seine Mitglieder die Möglichkeit des kostengünstigen Bezugs der Fachzeitschrift "Der Deutsche Rechtspfleger" und für die Dauer der Studienzeit den kostenlosen Bezug der "Rechtspfleger Studienhefte". Er beteiligt sich ferner an der Fortentwicklung des europäischen Rechts für Rechtspfleger als Mitglied des Dachverbandes EUR.

Der BDR Berlin wird ausschließlich durch die Beiträge seiner Mitglieder finanziert, die in Berlin zurzeit

    • für Mitglieder in den Besoldungsgruppen A 9 / A 10 monatlich 8,50 EUR 
    • für Mitglieder in der Besoldungsgruppe A 11 monatlich 10,00 EUR 
    • für Mitglieder in Besoldungsgruppen ab A 12 monatlich 12,00 EUR

    • Mindestbeitrag für Pensionäre und Teilzeitbeschäftigte monatlich 7,00 EUR
    • für Rechtspflegeranwärter/innen monatlich 6,00 EUR

betragen.

Die Beitragsordnung des BDR Berlin finden Sie hier.

Der Bund Deutscher Rechtspfleger Berlin e. V. hat seinen Sitz in Berlin und ist im Vereinsregister eingetragen.

Der BDR Berlin ist eine Fachgewerkschaft im Deutschen Beamtenbund (dbb berlin). Auf diese Weise ist der BDR Berlin der Tarif- und Solidargemeinschaft aller Beamten angeschlossen.
Durch ein Mitglied des BDR Berlin ist dieser regelmäßig im Gesamtpersonalrat der Berliner Justiz und dort überwiegend auch im Vorstand vertreten.

Stellen Sie sich vor, es gäbe diesen Berufsverband nicht. Kann man als Einzelkämpfer bei den schwieriger werdenden gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und den anstehenden Veränderungen für die Justiz seine Interessen als Rechtspfleger allein wahrnehmen und vertreten?

Es steht keinem einzelnen Beamten frei, seinen Dienstherren um mehr Gehalt anzugehen. Dies kann nur ein Tarifpartner. Dieser kann sich naturgemäß umso mehr Gehör verschaffen, je mehr Mitglieder er vertritt. Die Kraft der Forderungen und deren Durchsetzung ist sehr von Geld abhängig, hier von jenem Geld, welches Mitglieder ihrer Berufsorganisation durch Beiträge zur Verfügung stellen. Bereits aus dieser Sicht sollte jeder Beamte einem Berufsverband angehören. Aber auch in vielen anderen Angelegenheiten findet der Einzelne kein Gehör, nicht in Fragen von Aus- und Fortbildung, Pensenbemessung, Vertretungsregelungen, Stellenabbau, Versorgungsbezügen, Sachausstattung (Literatur, zeitgemäße Technik), Statusverbesserungen usw. Insbesondere in Zeiten staatlicher Sparzwänge wird auch den Rechtspflegern kontinuierlich mehr Arbeit aufgebürdet, ohne Gehaltsausgleich, ohne Statusverbesserungen. Einzelne Hilferufe werden dabei nicht gehört. Aber ohne Hilferufe dreht sich die Belastungsschraube immer weiter. Als hörbare und beachtete Stimme dagegen gibt es die Berufsverbände und diese haben, wiederum in Abhängigkeit von der Zahl ihrer Mitglieder, Möglichkeiten der Abwehr.

Hier genau setzt die Arbeit des BDR Berlin an. Wir stehen im Gespräch mit der Senatsverwaltung, aber insbesondere mit dem Kammergericht, welches trotz der Präsidialgerichte in Berlin immer noch die Personalhoheit innehat.

Werden Sie Mitglied im Bund Deutscher Rechtspfleger und wenn Sie es schon sind, dann überlegen Sie, in welchem Umfang Sie durch aktive Mitarbeit mitwirken können, um die Verbandsarbeit noch effektiver zu gestalten.

Sie sind ein älterer Beamter und meinen, es würde sich nicht mehr lohnen, sich einem Berufsverband anzuschließen? Welch ein Irrtum! Eine der jüngsten "bösen Taten" des Staates ist die Entscheidung, die Versorgungsbezüge (also das, was Sie bisher meinten, sich als Ruhestandseinkommen verdient zu haben) von bisher 75 % auf 71,75 % zu kürzen. Die Verbände laufen dagegen Sturm und es liegt mit Sicherheit auch in Ihrem Interesse mit zu stürmen. Gilt es doch zu verhindern, dass solche Kürzungen womöglich noch öfter vorgenommen werden und gilt es doch zu erreichen, dass die Ruhestandsgehälter wieder auf den ursprünglichen Stand gehoben werden und dann grundsätzlich unangetastet zu bleiben haben. Dafür lohnt es sich auch für ältere und auch für bereits pensionierte Beamte, im Berufsverband organisiert zu sein.

Stärken Sie Ihre Interessenvertretung durch Ihre Mitgliedschaft und Ihre Kraft. Sprechen Sie uns an!